Je lauter, desto besser. Das menschliche Ohr empfängt lautere Musik schneller und konzentriert sich sofort darauf. Sicherlich ein geeignetes Mittel in der Pop Musik, nicht aber unbedingt beim Film. Ein Film und dessen Szenen leben von der Dramaturgie und die Musik unterstützt durch den Stil und durch die Lautstärke das Bild. Leise Musik kann Emotionen und Wohlbefinden schaffen sowie ein starke Konzentration auf das Bild , je lauter die Musik, desto stärker der Fokus auf Bewegung und Ton.

Anschwellende Lautstärke schafft eine Spannungskurve und auf dem Gipfel kommt dann die Erlösung für Auge und Ohr. Dies sollte dann auch die Auflösung der Filmszene sein. Die Effekte, sowie die Musik in Kinofilmen geht in seiner Lautstärke dann schon mal bis an die Schmerzgrenze und manchmal darüber hinaus. Danach folgt dann typischerweise Stille, die die vorangegangene Szene nachträglich nochmal unterstützt und dem Zuschauer Zeit gibt, durchzuatmen und im Kopf alle Informationen zu verarbeiten.

Man sollte solche Highlights im Film sparsam einsetzen und wirklich nur dann, wenn Schlüsselszenen gezeigt werden. In der Ruhe liegt die Kraft. Der Film muß nicht von vorn bis hinten mit Musik unterlegt werden. Oft reichen schon ein paar Klangflächen oder Töne, um der Szene den richtigen Ausdruck zu verleihen. Die Musik im Film ist eine Welle, die auf- und ab geht in Lautstärke, Intensität und Stil.